Unser diesjährige Ausflug führte uns ins Frau Holle Land zur Mohnblüte.

Foto: Holger Fischer

Im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land verwandeln noch bis Anfang Juli Millionen pinkfarbener Mohnblüten die Landschaft rund um die Dörfer Germerode, Grandenborn und Wendershausen in ein einzigartiges Blütenmeer. Die Gießener Kleingartenfreunde wurden in zwei Gruppen durch ortskundige Guides während einer 4 Kilometer langen Wanderung durch die beeindruckenden Mohnfelder und Frau Holles Blumenwiesen geleitet. Durch die Felder führen dabei während der Blütezeit strohunterlegte Pfade hautnah an die Blüten heran.

Schlafmohn gehört zu den ältesten Kulturpflanzen in Europa. Die Verwendung ist als Nutzpflanze in Südeuropa ab etwa 6000 v. Chr. nachgewiesen. Heute stehen in Deutschland drei morphinarme (< 0,02 % Morphin) Mohnsorten zur Verfügung, die mit Genehmigung der Bundesopiumstelle wieder angebaut werden dürfen. Seit 2018 werden jährlich im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land rund 29 ha Mohnfelder bestellt. Die Region zählt somit zu den größten Anbaugebieten in Deutschland.

Nach der zweistündigen Exkursion besuchte die Gruppe im Anschluss das Mohnkino in Germerode und erhielt spannende Impulse über Frau Holle, dem Hohen Meißner und seiner Braunkohle, Burgen und naturnahen Tourismus. Und man erfuhr näheres über die Geschichte des Schlafmohns.

Bevor es wieder zurück nach Gießen ging, konnten sich die Teilnehmer bei typisch regionaler "Mohn-Küche" stärken. Zu den Gaumenfreuden zählte auch selbst hergestelltes Mohneis sowie Mohnkuchen.

Die Gartenfreunde zeigten sich nach dem Ausflug rundum zufrieden.

Hier die Fotos und

Holger Fischers Fotos

Und der Presseartikel